Am 20. September finden in Berlin die Wahlen zum Abgeordnetenhaus statt. Welche Schwerpunkte setzen die Parteien beim Thema Opferhilfe und Prävention vor Kriminalität?
Um dies zu erfahren, hat der Landesvorstand Wahlprüfstein in Form von Fragen abgefasst. Sie wurden den Landesvorsitzenden der CDU, SPD, BÜNDNIS90/GRÜNEN, LINKEN, BSW, FDP, VOLT und Tierschutzpartei am 20. Mai übersandt mit der Bitte, sie bis zum 31. Juli zu beantworten.
Fünf Themenschwerpunkte wurden gesetzt: Beschleunigte Bearbeitung von Anträgen auf Opferentschädigung, Hilfen für Opfer von häuslicher und partnerschaftlicher Gewalt, Zugang zu Traumambulanzen für Opfer von Wohnungseinbrüchen, Prävention gegen Gewalt im digitalen Raum, insbesondere Cyberkriminalität, und Bekämpfung von Hasskriminalität.
Doch soll die Themenauswahl keine Eingrenzung sein; ausdrücklich wurden die Parteivorsitzenden gebeten, sich in ihrer Antwort frei zu fühlen, weitere aus ihrer Sicht wichtige Punkte der Kriminalprävention sowie der Unterstützung von Kriminalitätsopfern anzusprechen.
Einzelanschreiben an die Landesvorsitzenden der CDU, SPD, GRÜNEN, LINKEN, BSW und FDP sowie VOLT und Tierschutzpartei
Berlin ist eine lebenswerte Stadt und soll es auch bleiben. Ein Schlüssel hierfür ist eine hohe Sicherheit und Schutz vor Kriminalität. Ziele des WEISSEN RINGS sind die Förderung der Hilfe für Opfer von Straftaten, deren Angehörige und sonstige Betroffene sowie die Förderung der Kriminalprävention und der Lobbyarbeit für die Belange von Kriminalitätsopfern.
Am 20. September werden die Bürgerinnen und Bürger Berlins ein neues Abgeordnetenhaus wählen. Im Anschluss wird sich eine neue Landesregierung bilden. Mein Anliegen ist es, dass die neue Regierung den Themen der Kriminalprävention und der Hilfe und Unterstützung von Opfern von Straftaten und Kriminalität eine hohe Priorität einräumt und mit konkreten Maßnahmen für wirksame Verbesserungen sorgt.
Daher möchte ich Sie bitten, mir mitzuteilen, welche Schwerpunkte Ihre Partei in diesem Bereich setzen und welche Maßnahmen sie ergreifen will für den Fall, dass sie in einer neuen Landesregierung Verantwortung übernimmt.
Insbesondere möchte ich Sie bitten, die folgenden Fragen zu beantworten:
Viele weitere Fragen stellen sich mir, doch bewusst begrenze ich mich auf diese fünf Punkte. Denn es ist mir klar, dass Schwerpunkte gesetzt werden müssen, nicht alle Enden gleichzeitig angepackt werden können. Doch soll dies keine Eingrenzung sein; fühlen Sie sich bitte in Ihrer Antwort frei, weitere aus Ihrer Sicht wichtige Punkte der Kriminalprävention sowie die Unterstützung von Kriminalitätsopfern anzusprechen.
Ich würde mich freuen, Ihre Antwort bis Ende Juli zu erhalten. Ich beabsichtige sie zu veröffentlichen.
Sollten Sie trotz des ohne Zweifel in Wahlkampfzeiten übervollen Kalenders die Zeit dafür finden, die Themen zusätzlich in einem Gespräch zu vertiefen, würde ich mich über Ihre Terminvorschläge freuen.
Dr. Rolf Schmachtenberg
Landesvorsitzender