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50 Jahre gute Zusammenarbeit zwischen der Polizei Berlin und dem WEISSEN RING

Nach seiner Einschätzung zur Zusammenarbeit der Berliner Polizei mit dem WEISSEN RING gefragt, nannte der Leiter des Stabes des Landeskriminalamtes, Michael Horn, fünf Punkte:

  1. Die Aktenlage überraschte ihn: 50 (!) Jahre Zusammenarbeit.
  2. Vertrauensvoll und eng.
  3. Mitwirkung in der Fortbildung zur Präventionsarbeit.
  4. Regelmäßiger Austausch aller Opferbeauftragten einmal im Jahr im Plenum.
  5. Der Akteur in der Hilfslandschaft.

Dies war der Ausgangspunkt für einen Austausch der Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik-Meisel, des Vizepräsidenten Marco Langner und Herrn Michael Horns mit unserem Landesvorsitzenden Rolf Schmachtenberg und seinem Stellvertreter Norbert Baehr sowie unserem Jugendbeauftragten Sebastian Christoph und Christina Becchinie aus dem Landesbüro.

Gruppenbild

Foto: WR


Grundlage für die gute Zusammenarbeit ist die enge Verbindung seit der Geburtsstunde des WEISSEN RINGS. Klaus Hübner war von 1968 bis 1987 Polizeipräsident von Berlin und 1976 Gründungsmitglied des WEISSEN RINGS. Und von 1977 bis 1993 war er mit großem Herzblut und persönlichem Einsatz der erste Regionalbeauftragte des Vereins in Berlin.

Heute sind die Einzelheiten der Zusammenarbeit in der Kooperationsvereinbarung vom 8. Februar 2022 verbindlich festgelegt. Für die Tätigkeit der ehrenamtlichen Opferberatung von großer praktischer Bedeutung ist insbesondere die Möglichkeit, die Opferschutzräume der Polizeidienststellen für Beratungsgespräche mit den Opfern nutzen zu können.

Im Gespräch vertieft besprochen wurden u.a. der Stand der Umsetzung der neuen Regelungen im ASOG (Allgemeines Gesetzes zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung in Berlin) zur Verweisung von Opfern an die Beratungsstellen und des Einsatzes von elektronischen Fußfesseln, der in Berlin angelaufen ist.

Die Polizeipräsidentin sprach die Handlungsfelder „Häusliche Gewalt“ und „Queere Gewalt“ an. Auch wenn ein Teil der zunehmenden Fallzahlen auf eine höhere Bereitschaft der Opfer zurückgeführt werden kann, sich zu offenbaren und die Taten anzuzeigen, so bliebe die Entwicklung besorgniserregend.

Große Sorge macht der Polizei auch die immer mehr um sich greifende Verführung, Nötigung und das Drängen von Minderjährigen zu Selbstverletzung im Internet, eine Form des Cybergrooming, die als Toxic Influence oder Digitale Manipulation bezeichnet wird. Die Polizeipräsidentin bat den WEISSEN RING sich dazu aktiv in der Präventionsarbeit einzubringen. Es wurde vereinbart, das Was und Wie der Umsetzung mit den Präventionsbeauftragten zu klären. 

Eine weitere Vereinbarung betraf die Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern für den WEISSEN RING. In den Angeboten der Personalverwaltung zur Vorbereitung auf den Ruhestand wird künftig über die mögliche Tätigkeit als Ruheständler beim WEISSEN RING informiert.

Im Gespräch wurde auch die Aktivitäten der Jungen Gruppe in der Informations- und Präventionsarbeit vorgestellt. Und es wurden die Themen angesprochen, die der WEISSE RING Berlin mit seinen Wahlprüfsteinen in der Berliner Landespolitik voranbringen will.

Wir bedanken uns für die sehr konstruktive Gesprächsrunde.

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