Am 10. Juli stellte der neue Landesvorsitzende die Arbeit des WEISSEN RINGSs der Sozialsenatorin, Cansel Kiziltepe, vor. Das Engagement der ehrenamtlichen Betreuung von Kriminalitätsopfern und das breite Angebot niedrigschwelliger Hilfen beeindruckten die Sozialsenatorin.
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Am Gespräch nahm auch Tina Wiedenhoff vom Landesbüro teil. Im Mittelpunkt stand die Arbeit des Landesamtes für Gesundheit und Soziales, Lageso, das in Berlin für die Gewährung der Entschädigungsleistungen für Gewaltopfer (auf der Grundlage des SGB XIV - Soziale Entschädigung) verantwortlich ist.
Die Trauma-Ambulanzen machen eine gute Arbeit. Doch im Fallmanagement gibt es großen Verbesserungsbedarf. Oft sind die Fallmanagerinnen und Fallmanager gar nicht zu erreichen. Meist erscheinen sie überlastet. Auch zeigen die aus 2023 vorliegenden Zahlen bei der Erledigungsquote der Anträge im Ländervergleich viel Luft nach oben. Ob der Rückstand abgebaut wurde, ist unklar, es liegen keine aktuelleren Zahlen vor. Gut wäre es, wenn der WEISSE RING Berlin regelmäßig aussagekräftige Zahlen zum Bewilligungsgeschehen des Lageso im Bereich der Opferentschädigung erhalten könnte.
Cansel Kiziltepe bedankte sich für die Hinweise und nahm die Wahlprüfsteine des WEISSEN RINGS entgegen. Ein wichtiger Punkt ist hier die Verbesserung der Arbeit des Lageso. Angesprochen wurde auch die Möglichkeit, künftig in Berlin auch Opfer von Einbrüchen bei den Trauma-Ambulanzen zu betreuen. Die Senatorin zeigte Verständnis für das Anliegen; Opfer von Einbrüchen sind häufig stark traumatisiert.