Die Senatorin für Justiz und Verbraucherschutz, Dr. Felor Badenberg, hatte am 7. Oktober den WEISSEN RING zum Gespräch in ihr Dienstzimmer eingeladen. Norbert Baehr und Dr. Rolf Schmachtenberg vom Landesvorstand nutzten die Gelegenheit, die ehrenamtliche Tätigkeit des WEISSEN RINGS in Opferberatung und Kriminalitätsprävention vorzustellen.
So war es für die Senatorin neu zu erfahren, dass der WEISSE RING unabhängig von staatlicher Förderung tätig ist. Sichtlich beeindruckt war sie auch von der Bedeutung, die der Qualifizierung in der Opferberatung im WEISSEN RING beigemessen wird.
Besprochen wurden die Wahlprüfsteine des WEISSEN RINGS. Auch wenn die vom WEISSEN RING geforderten Verbesserungen bei der Umsetzung der Opferentschädigung in Berlin, der Schaffung von Frauenhausplätzen und Schutzräumen für Männer und des Zugangs von Einbruchsopfern zu den Traumaambulanzen nicht in die Zuständigkeit der Justizsenatorin fallen, sagte sie zu, sich im Rahmen ihrer politischen Einflussmöglichkeiten dafür einzusetzen.
Ein weiteres Thema war „proaktiv – die Servicestelle für Betroffene von Straftaten in Berlin“, die aus Mitteln der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz finanziert wird. Sie wird bislang nicht in dem Umfang in Anspruch genommen, wie erhofft und erwartet. Womöglich erfolgt die Ansprache der Betroffenen zu einem zu frühen Zeitpunkt; hier könnte ggf. im Ablauf nachgesteuert werden.
Opferhilfe hat für die Senatorin eine hohe Priorität. In den Gesprächen zu notwendigen Einsparungen im Landeshaushalt hat sie sich dafür eingesetzt, dass die Fördermittel hierfür in ihrem Budget nicht gekürzt wurden.
*Seit den 50er Jahren ist die Senatsverwaltung für Justiz im 1913 bis 1914 erbauten Nordsternhaus untergebracht. Das ehemalige Verwaltungsgebäude des Nordstern-Versicherungskonzerns ist ein Stahlbetonskelettbau im Stil des Neobarocks, der fünfgeschossig für 900 Mitarbeiter Büroraum bieten sollte. Innen ist weitgehend die ursprüngliche Gestaltung erhalten.