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Prävention - Tipps - Hinweise

22.05.2017

Achtung Trickbetrüger!

Derzeit lebt in Berlin eine altbekannte Masche des Trickbetrugs wieder auf: Es werden vornehmlich Senioren angerufen, die in der Vergangenheit Teppiche in der Türkei erwarben. Auf diesem Vertrauensverhältnis basierend, bieten die Täter zunächst einen Hausbesuch an, um die erworbenen Teppiche zu begutachten und gegebenenfalls eine Teppichpflege anzubieten.
In der Folge erscheinen die Täter – Vater und Sohn – persönlich bei ihren Opfern und geben vor, auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Türkei nun in Deutschland ihre Ware verkaufen zu wollen. Die Teppiche sowie eine hohe Summe Bargeld befänden sich jedoch in noch nicht freigegebenen Containern beim Zoll. Durch ihre eindringliche und überzeugende Art gelingt es den Tätern, jeweils Geldbeträge im vier- bzw. fünfstelligen Bereich von ihren gutgläubigen Opfern zu erlangen, um die Zollgebühren für die vermeintlichen Container bezahlen und diese so auslösen zu können. Die Opfer vertrauten leider vergeblich darauf, dass ihnen die Gelder, wie versprochen, umgehend zurückgezahlt würden.

In einem der Fälle wurde eine Frau über mehrere Tage von den Tätern kontaktiert und immer wieder unter Vorspiegelung verschiedener Notlagen sowie Ausübung psychischen Drucks überredet, noch mehr Geld zur Verfügung zu stellen.

Die Polizei rät:

Seien Sie misstrauisch! Insbesondere bei unerwarteten Anrufen.
Lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung! Ziehen Sie ggf. Vertrauenspersonen hinzu (Nachbarn, Freunde, Angehörige)
Übergeben Sie kein Geld!
Sollte bereits Geld übergeben worden sein, gehen Sie nicht auf weitere Forderungen ein – erstatten Sie Strafanzeige!
Im Notfall wählen Sie den Notruf der Polizei 110!

 

Der Nepp mit dem großen Gewinn

Sie haben gewonnen! Erna Möbius (Name geändert) freut sich. In ihrem Briefkasten steckt eine Gewinnbenachrichtigung. Dem Anschreiben liegt ein „Scheck" in Höhe von 1.500 Euro bei. Den soll sich die alte Dame auf einer Kaffeefahrt unterschreiben lassen, um ihn anschließend einlösen zu können.

Wer sich von der Aussicht auf einen hohen Gewinn hinreißen lässt, an einer solchen Kaffeefahrt teilzunehmen, wird aber böse übers Ohr gehauen. Statt den Gewinn auszuzahlen, setzen betrügerische Verkäufer die Teilnehmer unter Druck, um ihnen minderwertige Waren zu völlig überhöhten Preisen zu verkaufen.

Es wird eine Gegenleistung verlangt? Vorsicht!
Von der Betrugsmasche mit falschen Gewinnversprechen gibt es viele Spielarten. Mal werden die Opfer aufgefordert eine „Bearbeitungsgebühr" zu zahlen, bevor der Gewinn übergeben werden kann, mal sollen sie eine kostenpflichtige Telefonnummer anrufen. Besonders hinterhältig dabei: Anrufer geben sich als Rechtsanwälte oder Notare aus und täuschen seriöse Rufnummern vor. Sie sind gut geschult in Gesprächsführung und üben massiven Druck aus, wenn das Opfer kritisch ist.

Die 6 besten Tipps: So schützen Sie sich

- Ganz wichtig: Wenn Sie nicht an einem Gewinnspiel teilgenommen haben,
   können Sie auch nicht zu den Gewinnern zählen!

- Treten Sie nie in Vorleistung, um einen vermeintlichen Gewinn zu erhalten!
    Keine Gebühren zahlen, keine gebührenpflichtigen Telefonnummern anrufen.

- Geben Sie am Telefon niemals persönliche Daten preis (Adresse, Kontonummer,
   Kreditkartennummer etc.) und machen Sie keine Zusagen!

- Fragen Sie den Anrufer: nach seinem Namen, seiner Adresse, welches Gewinnspiel.
   Notieren Sie alles, und wenn Sie keine Antwort bekommen: sofort auflegen!

- Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Kontostand und machen Sie unberechtigte
   Abbuchungen rückgängig.

- Eine horrende Telefonrechnung? Informieren Sie Ihren Telefonanbieter über die
   unberechtigten Forderungen und begleichen Sie nur die unstrittige Summe.

Damit Opfer nicht rechtlos bleiben
Menschen, denen Betrüger übel mitgespielt haben, finde beim WEISSEN RING Unterstützung, ebenso wie alle anderen Opfer von Kriminalität. Unsere Opferhelfer höre zu, beraten kompetent und wissen, was zu tun ist.

 

Einbruchschutz
Zuschussförderung wird ausgeweitet

Seit dem 21. März gelten bei der Förderung von Einbruchschutz neue Bedingungen: Ab sofort werden auch kleinere Sicherungsmaßnahmen gefördert. Ein Zuschuss kann jetzt bereits ab einer Investition von 500 EUR beantragt werden, bislang lag die Mindestinvestitionssumme bei 2000 Euro.

Das Bundesbauministerium, das Bundesinnenministerium und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) weiten die Förderung für Wohneigentümer und Mieter, die die eigenen vier Wände gegen Einbrüche sichern wollen, aus. Seit dem 21. März 2017 werden auch kleinere Sicherungsmaßnahmen gefördert: Ein Zuschuss kann dann bereits ab einer Investition in Höhe von 500 EUR bei der KfW beantragt werden, bislang lag die Mindestinvestitionssumme bei 2000 Euro. Die Höhe des Zuschusses liegt bei 10 Prozent der investierten Mittel und beträgt künftig folglich mindestens 50 Euro. Wie bisher sind bei entsprechend aufwendigen Einbruchschutzmaßnahmen bis zu 1500 Euro KfW-Zuschuss möglich.
Informationen zum KfW-Investitionszuschuss finden Sie hier>>>

 

Einbruchschutz
Postings machen es Einbrechern leicht

Einbrecher haben es oft leicht, leere Wohnungen oder Häuser zu finden, da Nutzer von sozialen Netzwerken oder online-Plattformen oft unbedacht ihre Abwesenheit durch Urlaubspostings oder andere Beiträge preisgeben. Seien Sie sparsam mit dem Veröffentlichen von privaten Daten und schützen Sie sich vor Einbruch.

Entgegen landläufiger Meinung erfolgen Einbrüche häufig zur Tageszeit, zum Beispiel während einer kurzen Abwesenheit des Bewohners, so etwa zur Schul-, Arbeits- und Einkaufszeit, am frühen Abend oder an den Wochenenden. Weit über ein Drittel aller Wohnungseinbrüche werden durch Tageswohnungseinbrecher begangen. In Wirklichkeit dürfte die Zahl aber noch höher liegen, da bei Wohnungseinbrüchen – etwa auf Grund einer urlaubsbedingten Abwesenheit der Wohnungsinhaber – die genaue Tatzeit meist nicht feststellbar ist. Tageswohnungseinbrüche ereignen sich mehrheitlich in Großstädten. Außerdem fallen Einbrecherbanden oft über ganze Wohnviertel her und räumen dabei schnell Häuser und Wohnungen aus.

Umfassende Informationen zum Thema Einbruchschutz erhalten Sie auch unter www.k-einbruch.de, der Webseite der im Herbst 2012 von der Polizei und Kooperationspartnern aus der Wirtschaft gestarteten Einbruchschutzkampagne K-EINBRUCH.

 

Safer Internet Day
Cybermobbing im Namen anderer

Beim Identitätsdiebstahl sind Tätern kaum Grenzen gesetzt. Sie können mit den Daten ihrer Opfer Waren bestellen, Konten abräumen - oder Cybermobbing begehen. Polizei und BSI informieren zum Safer Internet Day, wie jeder seine Daten schützen kann.

Von Identitätsdiebstahl oder -missbrauch spricht man, wenn personenbezogene Daten für betrügerische Zwecke genutzt werden. Um einer anderen Person online die Identität zu stehlen, bedarf es oftmals nur weniger Informationen wie Vor- und Nachname, Geburtsdatum und Adresse, E-Mail-Adresse oder einfach nur eines Fotos der Person. Beim so genannten Phishing zum Beispiel gelangen die Täter an die Daten ihrer Opfer über gefälschte E-Mails. Häufig verfolgen Cyber-Kriminelle mit Identitätsdiebstahl das Ziel, sich auf Kosten der Opfer zu bereichern, sei es durch Überweisungen oder Abbuchungen von Konten oder durch Internetkäufe im Namen ihrer Opfer.

Personenbezogene Daten können aber auch missbraucht werden, um Cyber-Mobbing zu betreiben. Dafür legen die Täter beispielsweise Profile im Namen anderer in sozialen Medien an und verbreiten darüber kompromittierende Nachrichten und Bilder. Gleichzeitig sind soziale Medien eine reiche Quelle für persönliche Daten, die für den Identitätsmissbrauch genutzt werden können, da viele Menschen dort bewusst oder unbewusst sensible Details über sich preisgeben.
Zu den wichtigsten Tipps gehört, in sozialen Netzwerken oder bei der Anmeldung zu E-Mail-Diensten oder Online-Shops nur so viele Daten anzugeben, wie für die Anmeldung zwingend notwendig sind. Ein guter Anhaltspunkt vor der Preisgabe von Informationen ist die Frage, welche persönlichen Informationen man einer fremden Person in einem ersten Gespräch anvertrauen würde. Dementsprechend sollten in sozialen Netzwerken die Privatsphäre-Einstellungen so vorgenommen werden, dass nur Freunde beziehungsweise direkte Kontakte die Inhalte sehen können. Wie bei Web-Diensten oder der Anmeldung an Mobilgeräte gilt auch hier: Für jedes Profil im Internet sollte ein eigenes, sicheres Passwort verwendet werden, um Kriminellen im Falle eines Datendiebstahls nicht den Zugang zu weiteren Diensten und Profilen zu ermöglichen. Bei der Eingabe von PINs und Passwörtern gilt, ebenso wie beim elektronischen Bezahlen oder dem Abheben am Geldautomaten, darauf zu achten, dass niemand den Vorgang beobachtet und die Information mitlesen kann.
 

Skimming
Datenklau am Geldautomaten steigt wieder

Die Daten auf der Geldkarte werden ausgelesen, die Eingabe der PIN gefilmt - Kriminelle schaffen es immer wieder Geldautomaten zu manipulieren. Mit den geklauten Daten und einer Blanco-Karte können sie sich an fremden Konten bedienen. Doch vor Skimming kann sich jeder schützen.

Der englische Begriff „Skimming“ bedeutet „Abschöpfen“ oder „Absahnen“ und steht für eine Methode, illegal elektronische Daten von Zahlungskarten (girocard und Kreditkarte) auszuspähen.

Nach stark steigenden Fallzahlen in den Jahren bis 2010 sind die Geldautomaten-Angriffe in den letzten vier Jahren rückläufig. Gründe für diesen Rückgang sind u.a. die flächendeckende Ausstattung der girocards und Geldautomaten mit den Sicherheitsstandard EMV, die verbreitete Aufrüstung der deutschen Geldautomaten mit Anti-Skimming-Technologie, Aufklärung und Information der Bürger, gezielte Risikominimierungsstrategien der Banken und Sparkassen sowie die gute Zusammenarbeit aller am Kartengeschäft Beteiligten. Nach polizeilichen Erkenntnissen handelt es sich bei den Tätern überwiegend um organisiert vorgehende ausländische Gruppen.

Hier erfahren Sie wie Sie sich schützen können